Folge 7: Kolosseum I

Eine Hommage ans Kolosseum und warum es für mich das Herz ist, das Blut in die Adern Roms pumpt.

In dieser Folge erzähle ich euch etwas über das Kolosseum. Ihr hört, was mich mit dem Kolosseum verbindet und warum hier nicht nur in der Antike Blut geflossen ist, sondern dies auch heute noch der Fall ist. Es ist Teil 1 von weiteren Kolosseum-Folgen.

Inhaltsverzeichnis

Mein Job am Kolosseum, Organisatorin und Troubleshooterin: Minute 02:24
Gladiatorenkämpfe, und Konkurrenzkämpfe: Minute 05:00
Das Herz, das Rom am Leben hält: Minute 07:04
Das Kolosseum, oder Amphitheater Flavia: Minute 07:35
Beda Venerabilis, und Covid19: Minute 11:44

Die Folge ohne Spotify hören

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Infos zur Folge – Infos zum Kolosseum

Das Kolosseum, als Wahrzeichen der ewigen Stadt bekannt, wird seinem Ruhm gerecht. Es wurde als Stadion für Tierhetzen und Gladiatorenkämpfe im 1. Jahrhundert (zwischen 72 und 80/82) erbaut. Das Satdion hatte 80 Eingänge, 5 Etagen und bot Platz für 50.000 bis 80.000 Menschen. Der Zugang war gratis, allerdings waren die Eintrittskarten limitiert. Im Kolosseum stand Action und Entertainment am Tagesprogramm – von morgens bis abends wurde das Volk mit verschiedenen Shows, Spielen und Kämpfen unterhalten. Das Kolosseum (in der Antike eigentlich als Amphitheatrum Flavium bekannt) war allerdings nicht täglich geöffnet, denn ein „Show-Tag“ war mit viel Aufwand und Organisation verbunden: Tiere mussten aus Afrika nach Rom gebracht werden, die Gladiatoren mussten trainieren und auch für die Sicherheit im Stadion mussten Vorkehrungen getroffen werden.
Die gesamte Architektur und die Organisation im Stadion waren zu 100% durchdacht. Es gab ein Sonnensegel-Dach, Trinkwasserbrunnen und Toiletten, sodass die Zuseher und Zuseherinnen (ja, auch Frauen waren im Kolosseum erlaubt) auch den ganzen Tag im Kolosseum verbringen konnten. Veranstalter der Spiele war der Kaiser und der verfolgte ein Ziel: er wollte sich beliebt machen. Das Volk sollte zusammenkommen und Spaß haben. Es sollte von der eigentlichen Politik, von Problemen und Ängsten, abgelenkt werden. Das Amphitheatrum Flavium gab dem Volk eine Beschäftigung. So hatten einige Bürger Arbeit und die Wirtschaft wurde angetrieben und andere wiederum konnten sich vergnügen. Das Kolosseum hat also schon vor knapp 2000 Jahren das gemacht, was es heute auch noch tut: Es verbindet. Es ist wie das Herz der Stadt, das dafür sorgt, dass Rom nicht still steht.
So gab es auch mir die Möglichkeit, in Rom zu arbeiten und Bekanntschaften fürs Leben zu machen.

Tipps

– Vermeide Tage, in denen der Eintritt kostenfrei ist, denn durch die Menschenmassen geht der Wow-Effekt des Kolosseums etwas unter.
– Zwischen 10:00 und 12:00 Uhr ist erfahrungsgemäß der meiste Andrang. Wenn du kannst, versuche davor oder danach eine Tour zu buchen.
– Die Untergründe des Kolosseums (übrigens sind das KEINE Katakomben) sind zwar spannend, aber wer keine Tickets dafür bekommt, wird von den „normalen“ Eintrittskarten auch nicht enttäuscht sein.

Produkte, die in Rom hilfreich sein können oder dir das Kolosseum ins Wohnzimmer holen:
– Das Mini-Kolosseum zum selber bauen.
– Das Kolosseum als 3D-Puzzle für die geduldigen Personen unter uns.
– Der Reiseführer, der dir 111 tolle Orte in Rom näher beschreibt.
– Das Rom-Buch von Andreas Englisch, das interessant und gleichzeitig unterhaltsam ist.
– Der Song, der mein pumpendes Herz höher schlagen lässt.

Die Touren, die ich dir mehr als nur empfehlen kann:
Kolosseum und Forum Romanum, Kleingruppentour, 2,5-3 Stunden Action
Kolosseumarena ohne Forum Romanum, Kleingruppentour, 1,5 Stunden Entertainment

Du findest Führung durch das Kolosseum (und Forum Romanum bzw. Palatin Hügel) auch hier:
www.deutsche-roemerin.com und hier: www.deutsche-roemerin-vip.com