Folge 5: Engelsburg

Ein Engel befreit Rom von der Pest und warum diese Geschichte noch immer aktuell ist.

Diese Folge wurde gemeinsam mit www.rom-museum.com produziert. In dieser erzähle ich euch, wie ich auf Grund des Covid-19 länger als geplant in Wien war. Ihr erfahrt mehr über die Gründungsgeschichte der ewigen Stadt. Und ich erzähle euch, warum die tausend Jahre alte Geschichte des Engels auf der Engelsburg heute noch relevant ist – und das mehr denn je.

Inhaltsverzeichnis

Covid-19, und alles war anders: Minute 01:36
Die Entstehung Roms, das Imperium Romanum: Minute 04:23
Kaiser Hadrian, der „Reisekaiser“: Minute 06:37
Die Engelsburg, das Mausoleum Hadrians: Minute 07:30

Die Folge ohne Spotify hören

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Infos zur Folge – Infos zur Engelsburg

Die Weltmacht Rom, das Imperium Romanum, das sich von Frankreich und Britannien über Deutschland bis nach Syrien und Ägypten erstreckte und 60 bis 80 Millionen Menschen zählte, nahm seine Ursprünge am Fluss Tiber. Denn dort fand eine Wölfin die Stadtgründer Romulus und Remus – und das vor nicht ganz 3000 Jahren. Und Rom ging nie unter, auch wenn die Stadt durch Kriege oder Krankheiten, Land, Macht und Bevölkerung verlor. Eine Krankheit, unter der Rom sehr stark gelitten hat war die Pest im 6. Jahrhundert.
Dass wir heute eine Engelsburg in Rom finden, haben wir dem Papst Gregor dem Großen zu verdanken, dem hier auf der Burg im Jahr 590 der Erzengel Michael erschien. Dieser (Engel) gab ihm zu verstehen, dass Rom von der Pest befreit werde . Dass der Engel überhaupt auf einer Burg erscheinen konnte, haben wir wiederum dem Kaiser Hadrian (117–138) zu verdanken. Dieser hatte nämlich noch zu Lebzeiten sein Mausoleum errichten lassen. Dieses Mausoleum wurde im 3. Jahrhundert zu einer Burg umfunktioniert. Die Engelsburg diente auch als Zufluchtsort der Päpste, die durch einen 800 Meter langen Geheimgang (Pasetto) ab dem 13. Jahrhundert heimlich vom Vatikan in die Engelsburg flüchten konnten. Einige Zimmer der Engelsburg waren Wohnräume der Päpste, andere waren Waffenräume, Bibliotheken oder Schatzkammern. Die Engelsburg wurde aber auch als Gefängnis oder als Ort für Hinrichtungen genutzt. Seit 1870 steht sie auf italienischem Staatsgebiet (nicht also, wie fälschlicherweise gedacht, im Vatikan) und seit 1906 ist sie als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich. Ein Gebäude, das Geschichte geschrieben hat und das wieder in Veränderung und Bewegung ist – wie die Stadt Rom selbst.


Tipps

– Bei Sonnenuntergang zeigt sich die Engelsburg von ihrer besten Seite. Der letzte Einlass ist um 18:30 Uhr, um 19:30 Uhr schließt sie.
– Gönn dir einen Kaffee oder ein Gläschen Wein in der Bar der Engelsburg mit Blick auf den Petersdom. So ein nettes Flair hat man nicht jeden Tag.
– Nimm Kopfhörer für dein Smartphone mit! Es gibt die Möglichkeit eine gratis App mit Audioguide downzuloaden. (Die App ist zwar etwas umständlich, aber trotzdem ist es nett etwas Geschichte zur Burg zu hören. Noch besser ist es natürlich einen Tourguide zu buchen 😉 … )

Produkte, die euch mehr über die Geschichte Roms erzählen oder euch die Engelsburg nach Hause bringen:
– Das Buch von Michael Sommer, das über die Geschichte Roms, über den Aufstieg und Untergang berichtet.
– Die Geschichte der Illuminati von Dan Brown, die Rom und auch die Engelsburg aus einem anderen Blickwinkel beschreibt.
– Der Bildband, den ich aufgrund seiner schönen Bilder und Beschreibungen immer wieder in meinen Händen halte.

PS: Es lohnt sich die Eintrittskarten für die Engelsburg vorab zu kaufen.