Folge 13: Trevibrunnen

Eine Geschichte über das römsiche Wasser und das Wünschen.

In dieser Folge nehme ich euch mit nach Rom. Ihr erfahrt mehr über die Brunnen, das Wasser in Rom und warum wir täglich tausende Münzen in den Trevibrunnen werfen.

Inhaltsverzeichnis

The Sound of Rome, und Trillerpfeifen: Minute 02:32
Il Nasone, der römsiche Trinkwasserbrunnen: Minute 03:25
Der Trevibrunnen, und die Filme: Minute 05:49
Das Münzwerfen, und das Wünschen: Minute 09:07
Die Jungfrau, oder Aqua Virgo: Minute 10:43


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Infos zur Folge – Infos zum Trevibrunnen

Rom ist nicht nur als Stadt der Liebe oder Stadt der Kirchen, sondern auch als Stadt der Brunnen bekannt. Und das hat einen guten Grund: So gibt es in ganz Rom über 2.500 Brunnen, aus welchen man das Wasser bedenkenlos trinken kann. In fast jeder Gasse gibt es die charakteristischen, zylindrischen Wasserspender aus Gusseisen, die von den Einheimischen „Nasone“ genannt werden. Ins Deutsche übersetzt bedeutet das so viel wie „große Nase“, da die Gestalt dieser Brunnen tatsächlich an eine Nase erinnert. Erstmals gab es diese Nasoni 1874, da man der Öffentlichkeit gratis Trinkwasser zur Verfügung stellen wollte. Aber auch aus vielen anderen Brunnen der Stadt, kann man das Wasser trinken – angeblich sogar aus dem Trevibrunnen, da dessen Wasser aus der antiken Wasserleitung Aqua Virgo (Aqua Vergine) stammt.
Wenn auch das Aquädukt, das den Trevibrunnen speist, ihren Ursprung 19 vor Christus hat, ist der Brunnen, so wie wir ihn heute kennen, vergleichsweise relativ jung. 1732 hat man mit dem Bau des Brunnens unter der Leitung des Künstlers Nicola Salvi begonnen. Der Brunnen wurde 1735 eingeweiht und 1762 schließlich komplett fertiggestellt. Bekannt ist der Trevibrunnen auch als Wunschbrunnen. So kommen täglich hunderte Menschen an den Rand des Beckens, um mindestens eine Münzen in den Brunnen zu werfen. Einer Legende nach, würde sich nämlich der Wunsch erfüllen, wieder nach Rom zu kommen, wenn man eine Münze (mit der rechten Hand über die linke Schulter) in den Brunnen wirft. Wer den Wunsch hat, sich in Rom zu verlieben, sollte zwei Münzen werfen und wer in Rom heiraten will, der würde das tun, wenn er/sie drei Münzen in den Brunnen wirft. So sind in den letzten Jahren täglich (!) im Durchschnitt 4.000 Euro im Brunnen gelandet, die wiederum von der Stadt für den Erhalt der Monumente verwendet werden. Die Tradition des Münzwerfens stammt aus der Antike. Damals hat man nämlich geglaubt, dass jene Soldaten, die vor einer Schlacht, von dem Quellwasser der Aqua Virgo trinken, jung und frisch wieder in die ewige Stadt Rom zurückkehren würden. Vom Wassertrinken hat man später das Münzwerfen abgeleitet – wahrscheinlich in Verbindung der Tradition Geld in den Brunnen zu werfen, um den Meeresgott Oceanus zu besänftigen. Schließlich ist sein Abbild als Staue unter einem Triumphbogen im Trevibrunnen verewigt. Vielleicht wurde die Tradition auch vom Film „3 Münzen im Brunnen“ aus den 60ern geprägt, in dem drei junge Damen Münzen in den Trevibrunnen werfen und dann auf die Liebe ihres treffen? Wie auch immer es dazu kam, dass wir heute noch Münzen in den Brunnen werfen, wer es tut, sollte kurz innen halten und beim Werfen nicht auf das Wünschen und auf das wahre Spektakel – den Trevibrunnen – vergessen.


Tipps

– Wenn du beim Trevibrunnen bist, achte wirklich gut auf deine Wertgegenstände, Rucksäcke und Taschen.
– Wer gerne italienisches „Fast Food“ essen mag, dem empfehle ich ein Pizzaeck in einem der netten Lokale in der Via della Panetteria zu probieren.
– Sehr gutes Eis bekommt ihr in der Gelateria San Crispino (in der Via della Pantteria, 42).
– Nimm dir Zeit und setze dich auf eine der Stufen vor dem Brunnen und schenke dem Trevibrunnen die Aufmerksamkeit, die er verdient.
– Wo und wann du das schönste Foto vom Trevibrunenn machst, erfährst du in diesem Video.



Diese Tour, kann ich wärmsten empfehlen, wenn du in Rom bist und mehr über den Trevibrunnen wissen willst:
– Die Highlightstour durch Rom, Dauer: 3 Stunden